Virtuelle Geschichtsstunde
09. Oktober 2009 Pforzheimer Zeitung, Holger Knöferl
Pforzheimer Zeitung, Holger Knöferl
PFORZHEIM. Was verbindet die Bildungspläne aller deutschen Bundesländer? Die Unterrichtssoftware „Revolution 1848/49“, die das Pforzheimer Unternehmen Medialesson zum Beginn des Schuljahres herausgebracht hat und die im gesamten Land eingesetzt werden kann.
Zwei Jahre Entwicklungsarbeit stecken in dem Projekt. Die Software deckt den Zeitraum zwischen dem Wiener Kongress und der Reichsgründung ab und kann sowohl in der Schule, an der Universität oder in der Erwachsenenbildung genutzt werden. Die CD-Rom entstand in Zusammenarbeit mit dem Landesmedienzentrum.
Dreiköpfiges Autorenteam
Für die Inhalte setzten die Medialesson-Geschäftsführer Philipp Bauknecht und Petra Schneider auf ein dreiköpfiges Autorenteam aus Geschichtslehrern und Historikern. Mit der Software können Lehrer den Unterricht sowohl vorbereiten als auch gestalten, Schüler können damit allerdings auch eigenständig lernen.
Straße der Demokratie
Besonders stolz ist man bei dem Pforzheimer Unternehmen darauf, dass auch lokalgeschichtlicher Hintergrund vermittelt wird. So führt die „Straße der Demokratie“ durch zwölf Städte im Südwesten, es kommen lokale Historiker und Stadtarchivare in Interviews zu Wort.
100 junge Talente
Medialesson hat seinen Sitz an der Blücherstraße und hat bereits zwei weitere Programme für den Geschichts-Unterricht herausgegeben. Die beschäftigen sich mit dem Nationalsozialismus sowie dem Imperialismus und dem Ersten Weltkrieg. Die Software ist in der Zwischenzeit flächendeckend in fünf Bundesländern im Einsatz. Zweiter Geschäftsbereich des Unternehmens ist die Beratung und Konzeption bei der Gestaltung von Benutzeroberflächen in der EDV. Geschäftsführer Philipp Bauknecht wurde dieses Jahr mit dem Preis „100 junge kreative Talente“ der Europäischen Kommission ausgezeichnet.
