Ein Raum zum Wachsen
18. Juni 2007 Pforzheimer Zeitung, Claudia Keller, S. 21
Pforzheimer Zeitung, Claudia Keller, S. 21
Pforzheim. Am Tag der offenen Tür im Innotec haben sich die Workshops und Vorträge als Publikumsmagneten erwiesen. Die jungen Firmen im Innovationszentrum konnten sich über reges Interesse auch aus der Wirtschaft freuen.
„Beim ersten Vortrag am Morgen waren schon etwa 80 Personen da“, berichtet Zentrumsleiter Reiner Müller. Das darf als ein überwältigender Auftakt für die 16 Firmen unter dem Dach der Innotec gelten, die neben der Vorstellung ihrer jeweiligen Firmen auch noch die Fachvorträge organisiert hatten.
Von der Frage, wie sich Internetseiten aktuell halten, bis hin zur Vorstellung verschiedener Computerprogramme war für das interessierte Publikum einiges geboten. Dabei wurden die Referenten teilweise auch mit detaillierten Fragen gefordert.
Im weitläufigen Gebäude an der Blücherstraße 32 standen vor allem die Mitarbeiter sämtlicher Betriebe bereit, um bei der Besichtigung ihrer Räume Auskünfte geben zu können. „Heute ist eher ein Tag, an dem sich die Pforzheimer über Innotec informieren“, sagte Nadine Augenstein von „ITM-Research“.
Basis für schnellen Erfolg
Während „ITM-Research“ inzwischen zu den größten Firmen im Hause zählt, gehört „medialesson“ zu den jüngeren. Seit neun Monaten sind sie unter dem Dach der Innotec zu finden. „medialesson“ konnte mit ihrer Lernsoftware bereits nach einem halben Jahr so viel Erfolg verzeichnen, dass sie innerhalb des Hauses in größere Räume umziehen mussten. „Wir wollen den Firmen Wachstum ermöglichen, deshalb haben bereits ansässige Firmen den Vorzug für frei werdende Flächen im Haus“, erklärt Inntec-Chef Müller.
Fünfjährige Startphase
Und so haben hier schon mehrere Firmen klein angefangen und sich nach Jahren des Wachstums auf die eigenen, dann aber größeren beine gestellt. Nach den Statuten der Innotec sollten die Firmen nach fünf bis acht Jahren so weit sein, dass sie den Platz für neue Firmen räumen können.
Dafür hat Katja Moldenhauer, die seit zwei Jahren mit ihrer gleichnamigen Firma im Hause ist, noch einige Jahre Zeit. Wie viele andere auch, hat sie ihre Firma zunächst in der Privatwohnung gegründet. „Das Innotec ist eine sehr gute Adresse für Gründer“, sagt Kommunikationsdesignerin Moldenhauer, die hier auch die Vorzüge der Infrastruktur einer modernen Stadt zu schätzen weiß.
Tango zum Finale
Die Möglichkeit, sich bei dieser Hausmesse vorzustellen, kam bei allen jungen Betrieben gut an. Mit mitreißender Tangomusik und Tanz klang der Tag für Besucher und Mitarbeiter im Innotec gemütlich aus.