Begutachtung von Revolution 1848/49
22. Oktober 2009 Arbeitsgruppe SODIS Thüringen, www.sodis.th.schule.de
Arbeitsgruppe SODIS Thüringen, www.sodis.th.schule.de
Die CD-ROM beginnt mit dem Thema „Vormärz“ und dem Wiener Kongress. Es wird die Julirevolution in Frankreich erklärt und ausschließend die wichtigen deutschen Feste: das Wartburgfest und Hambacher Fest. Darauf folgte die Märzrevolution 1848 mit der Nationalversammlung in der Paulskirche. Anschließend erklärt die CD-ROM das Scheitern der Revolution. Als Beispiel der deutschen Revolutionen wird Baden genommen. Es folgt die Entwicklung nach 1848. Das Thema endet mit der Reichsgründung in Deutschland. Die CD-ROM ist eine gute Ergänzung zum Vorbereiten auf den Unterricht. Der Geschichtslehrer kann weitere Quellen nutzen. Für Schüler einer 8. Klasse (Sekundarstufe I) ist allerdings nicht alles gut nutzbar. Einige Quellentexte sind auf hohem Niveau und erreichen den Schüler kaum. Noch größere Probleme haben die Hauptschüler dieser Klassenstufe. Interessant und gut nutzbar sind die Karten und Bildquellen. Sie sind anschaulich und einprägsam.
Unsere Eindrücke
Bedienung:
Die CD-ROM lässt sich ohne Probleme installieren und deinstallieren. Eine Autostartfunktion ist vorhanden. Selbst ein Laie kann mit dieser CD-ROM arbeiten. Man kann sie auch ohne Installation nutzen. In der Netzwerkversion traten keine Probleme auf. Die Bedienmöglichkeiten sind strukturiert. Hilfefunktionen sind vorhanden und nutzbar. Das Medium kann den unterschiedlichsten Bedürfnissen angepasst werden. Jederzeit ist ein Abbruch der Programmfunktion möglich. Fehleingaben wurden abgefangen und bereiteten so keine Schwierigkeiten. Das Begleitheft war eine weitere Hilfe, da genauestens die Funktionen erklärt wurden.
Gestaltung:
Der Bildschirm ist übersichtlich und funktional dargestellt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, mit der CD-ROM zu arbeiten. Sie ist sehr inhaltsbezogen, vielseitig und genau auf die Bedürfnisse des Unterrichtes bzw. der Vorbereitung angepasst. Die Ladezeiten sind kurz, sodass schnell mit der CD-ROM gearbeitet werden kann und wenig Unterrichtszeit verloren geht. Gut ist wiederum die Tonbegleitung, da es hier den wenig versierten Lesern die Möglichkeit gegeben wird, den Text durch das Hören aufzunehmen. Die Textinhalte sind chronologisch aufgebaut, sodass im Unterricht auch nur einzelne Sequenzen genutzt werden können. Arbeitsergebnisse können gespeichert werden und sind so jederzeit wieder abrufbar. Der Schüler kann sich gut mit den Lerninhalten auseinandersetzen.
Schülerreaktionen:
Die leistungsschwachen Schüler hatten große Probleme, mit einzelnen Quellen und Tondokumenten zu arbeiten. Sie kamen nur langsam voran und brauchten viele Zusatzerklärungen. Für sie waren die Bilder und Karten interessant. Wenige Schüler der Klasse trauten sich an die Bearbeitung der Arbeitsblätter und der Methodenkompetenz. Für die Schüler war es bei der Methodenkompetenz schwierig zu arbeiten, da Aufgabenstellung und zu bearbeitende Quelle nicht gleichzeitig auf dem Bildschirm zu sehen waren.
Bemerkungen/Erfahrungen im Unterricht:
Die Bezüge zum Lehrplan Geschichte Klasse 8 sind fortlaufend gegeben. Auch die Lernziele sind formuliert und im Großen und Ganzen erkennbar. Die Inhalte sind sachlich und wissenschaftlich korrekt. Sie sind überschaubar und logisch mit einander verknüpft. Die Quellen sind vielseitig, aber mitunter für die Sekundarstufe I zu schwer. Die Schüler benötigen im Umgang mit der CD-ROM keine großen Vorkenntnisse im Bereich Computerarbeit. Die allgemeinen PC-Kenntnisse reichen aus. Ihr Fachwissen in Geschichte zu diesem Themenbereich können sie mit Hilfe der CD-ROM erweitern. Vorkenntnisse wären angebracht. Das Sprachniveau ist adressantengerecht für leistungsstarke Schüler. Inhalte und Methoden sind aufeinander bezogen. Das Medium kann Interesse wecken. Themenprobleme sind erkennbar und bieten die Möglichkeit im Unterricht darüber zu diskutieren. In der Schülerselbsttätigkeit ist die CD-ROM gut einsetzbar, da jeder Schüler mit seinem Arbeitstempo die gestellten Aufgaben bearbeiten kann. Der Schwierigkeitsgrad Sekundarstufe I und II ist gut gekennzeichnet. Leider fehlt auch bei dieser CD-ROM die Differenzierung von Haupt- und Realschülern. Weniger anspruchsvolle Texte und Aufgaben für die Hauptschüler müssten eingebaut werden und auch als Hilfe für den Lehrer gekennzeichnet sein. Unterschiedliche Lerntypen werden durch unterschiedliche Materialien berücksichtigt. Der Realschüler kann sich ohne Probleme mit den Themen auseinandersetzen und auswerten. Für einen Kurzvortrag bzw. eine Präsentation ist die CD-ROM als Hilfsmittel gut geeignet. Wie der Schüler letztendlich zu seinem Ziel, die Arbeitskontrolle, kommt, ist ihm selbst überlassen, aber mit der CD-ROM durchaus möglich. Da die Arbeitsergebnisse des Schülers gespeichert werden können bzw. ausgedruckt werden können, ist es dem Lehrer stets und zu jeder Zeit möglich, zu kontrollieren und auch noch Hilfsmöglichkeiten zu geben. Der Lehrer kann im Vorhinein bestimmte Aufgaben der Arbeitsblätter auswählen, die der Schüler bearbeiten muss. Das Medium lässt sich flexibel im Unterricht einsetzten. Die Arbeit am Medium kann zu jedem Zeitpunkt fortgesetzt werden. Die CD-ROM bietet die Möglichkeit des Lernens, dass der Unterricht durch diese Art aufgelockert wird. Die Lernerfolgskontrolle kann in unterschiedlicher Form erfolgen. Die Prüfungsaufgaben auf der CD-ROM sind für die Schüler der Sekundarstufe I kaum verwendbar, da sie zu schwer sind. Der Lehrer sollte in Eigeninitiative aus der Erarbeitung eigene Fragen formulieren und abfragen. Beim Bearbeiten der Arbeitsblätter hat der Schüler stets die Möglichkeit, seine Fehler zu korrigieren.
Gesamturteil: geeignet
Weitere Materialien:
Imperialismus Erster Weltkrieg, Nationalsozialismus
Erprobungsschule:
Staatliche Regelschule "Juri Gagarin" Bad Frankenhausen
Kontaktperson:
C. Exner, S. Selent
Erstellt am:
22.10.2009